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Tschechoslowakischer Wolfhund


Größe und Gewicht


Der Tschechoslowakische Wolfhund erreicht eine Schulterhöhe zwischen 60 und 75 cm. Das Gewicht des Tschechoslowakischen Wolfhund liegt zwischen 20 und 35 Kilogramm.


Herkunft und Abstammung


Ab etwa 1955 entstand der Tschechoslowakische Wolfhund bei der Idee, den Deutschen Schäferhund zu verbessern. Der Grund lag darin, den Hund besser an die Gegebenheiten in der Tschechoslowakei anzupassen. Das heißt Diensthund zu sein, in den Höhenlagen der Grenzgebiete mit viel Schnee und Kälte auszukommen.
Herr Karel Hartel, ein Biologe hatte die Aufgabe übernommen, den Tschechoslowakischen Wolfhund zu verbessern. Mehrfach verpaarte er zu diesem Zweck Karpatenwölfe mit Deutschen Schäferhunden, sowohl Rüden als auch Hündinnen. Schon früh konnten einige Tschechoslowakische Wolfhunde als Diensthunde bei der Armee eingesetzt werden. Allerdings zeigten sich einige der Hunde aggressiv und die Armee konnte sie nicht mehr einsetzen. Im Jahre 1971 kam die Zucht der Tschechoslowakischen Wolfhunde fast zum Erliegen – die Tiere sollten sogar erschossen werden. Erst im Jahre 1982 wurde die Zucht wieder aufgenommen und somit die Rasse gerettet.


Besonderes


Die Ohren des Tschechoslowakischen Wolfhundes sind mittelgroß und stehend wie beim Deutschen Schäferhund. Die Farben des Fells sind gleich wie die eines Wolfes. Diese Hunderasse gleicht im Aussehen einem sehr hochbeinigen Deutschen Schäferhund mit einem leichten, eleganten Bau. Die Verständigung unter den Tschechoslowakischen Wolfhunden erfolgt kaum über bellen, sonder wie beim Wolf durch unterschiedliche Heul- und Jaullaute. Hündinnen sind, nicht wie andere Hunderassen, oft läufig – nur einmal im Jahr. Gesundheitlich sind diese Hunde sehr robust. Die durchschnittliche Lebenserwartung des Tschechoslowakischen Wolfshundes liegt bei 13 Jahren. Bei der Erziehung dieser Hunderasse ist es außerordentlich wichtig ihn so früh wie möglich auf den Menschen zu sozialisieren und mit Umwelteinflüssen zu konfrontieren, da er sehr viele Gene des Wolfes in sich trägt. Der Tschechoslowakische Wolfshund verträgt allerdings keine „harte“ Hand. Er muss mit Konsequenz erzogen werden. Auch eine Zwingerhaltung ist absolut ungeeignet, da er vom Menschen entfremdet wird. Seine Ausdauer, seine extreme Leistungsfähigkeit und Fährtensicherheit sind große Vorteile, die dieser Hund aus dem wölfischen Erbe erhalten hat. Er wird vorwiegend als Begleithund – ideal beim Joggen, Fahrradfahren, bei ausgedehnten Touren in Wald und Feld, in Eis und Schnee – verwendet. Da sich der Tschechoslowakische Wolfshund den Jagdtrieb des Wolfes erhalten hat, ist Vorsicht bei der Begegnung mit anderen Hunden geboten. Es kann sehr schnell zu Raufereien kommen. Er gilt allerdings als nicht aggressiv, er würde niemals angreifen und zieht den Rückzug vor. Wird allerdings seine Bezugsperson bedroht, verteidigt der Tschechoslowakische Wolfshund diesen ohne „Wenn und Aber“. Er eignet sich absolut nicht als Anfängerhund und gehört in erfahrene Hände.


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