Saint Vincent und die Grenadinen
Die Fläche von Saint Vincent und die Grenadinen beträgt 389 km². Das bedeutet, dass bei 117000 Einwohnern, 300 Einwohner/km² leben. Die Hauptstadt von Saint Vincent und die Grenadinen heißt Kingstown. Als Staatsform ist Saint Vincent und die Grenadinen eine konstitutionelle Monarchie im Commonwealth. In 6 Bezirke gliedert sich das Verwaltungsgebiet von Saint Vincent und die Grenadinen. Gesprochen wird in Saint Vincent und die Grenadinen vorwiegend Englisch. Das Bruttoinlandsprodukt beträgt 2900 US$ pro Einwohner. Die Währung von Saint Vincent und die Grenadinen heißt Ostkaribischer Dollar (1 Ostkaribischer Dollar = 100 Cents).
Naturlandschaft
Der immer noch aktive Vulkan Soufrière liegt im Norden der gebirgigen Hauptinsel St. Vincent. Das Gelände zum Meer hin wird in östlicher Richtung flacher. Der südlich von St. Vincent gelegenen Grenadinen sind ebenfalls vulkanischen Ursprungs und größtenteils unbewohnt.
Klima
In Saint Vincent und die Grenadinen herrscht ein tropisches Klima mit durchschnittlichen Temperaturen zwischen 25 und 27 Grad. Die Niederschlagsmenge im Bergland beträgt 3500 mm, im Tiefland 1500 mm. Wesentlich trockener sind die Grenadinen. Im Sommer gibt es in Saint Vincent und die Grenadinen häufig heftige Wirbelstürme. Von immergrünem Regenwald, in dem eine sehr artenreiche Vogelwelt beheimatet ist, ist das Innere von Saint Vincent und die Grenadinen bedeckt.
Bevölkerung
Die Bevölkerung von Saint Vincent und die Grenadinen besteht zu 66 % aus Schwarzen, zu 19 % aus Weißen, zu 5,5 % aus Indern und zu 2 % aus Zambos (Nachkommen schwarzer und indianischer Eltern). 75 % der Bevölkerung von Saint Vincent und die Grenadinen sind Protestanten und 9 % Katholiken. In den Städten lebt knapp die Hälfte der Bevölkerung. Bei 74 Jahren liegt die durchschnittliche Lebenserwartung der Menschen von Saint Vincent und die Grenadinen. 18 % beträgt die Analphabetenrate im Land.
Geschichte und Politik
1493 entdeckte Kolumbus St.Vincent. Den europäischen Seemächten gelang es jedoch erst im 17. Jahrhundert die kriegerischen Kariben zu unterwerfen und die Insel zu kolonisieren. Franzosen und Briten wechselten sich bis 1798 als Kolonialherren mehrfach ab. Die Inselgruppe Saint Vincent und die Grenadinen war von 1958 bis 1962 Mitglied der Westindischen Förderation und ab 1969 im britischen Commonwealth. 1979 wurde St. Vincent und die Grenadinen unabhängig. Ein Teil des Parlaments, wird auf der Grundlage der Verfassung von 1979, alle fünf Jahre gewählt. Der andere Teil wird vom Generalgouverneur ernannt. Mit dem 18. Lebensjahr erhalten die Bürger von St. Vincent und die Grenadinen das Wahlrecht.
Wirtschaft und Tourismus
Das Bruttoinlandsprodukt von Saint Vincent und die Grenadinen betrug 2005 410 Millionen US-Dollar, wovon 12 % auf die Landwirtschaft, 24 % auf die Industrie und 64 % auf den Dienstleistungssektor entfielen. Maschinen, Konsumgüter und Nahrungsmittel werden nach Saint Vincent und die Grenadinen eingeführt. Landwirtschaftliche Produkte, vor allem Bananen, Pfeilwurz und Baumwolle werden ins Ausland exportiert. Ein bedeutender Wirtschaftsfaktor ist der Tourismus.
Die Inselgruppe Saint Vincent und die Grenadinen erfreut sich insbesondere bei Seglern und Kreuzfahrern großer Beliebtheit. 20000 Auslandsgäste kommen jährlich ins Land. Von Januar bis Mai ist die beste Reisezeit für einen Besuch in Saint Vincent und die Grenadinen.
Verkehr
Das Straßennetz erstreckt sich über eine Länge von 400 km, wovon die Hälfte gut ausgebaut ist. St. Vincent wird durch regionale Fluglinien mit den internationalen Flughäfen der Nachbarstaaten verbunden.
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