Reiterbogen
Der Reiterbogen ist der historische Bogen, den die Mongolen und Hunnen benutzt haben. Auch in Ungarn und bei einigen Indianerstämmen Nordameriikas wurde der Reiterbogen eingesetzt.
Der Reiterbogen ist in der Regel ein Kompositbogen (zumindest die Reiterbögen der Mongolen und Hunnen). Der Reiterbogen wird als Recurve-Bogen ausgeführt. Er ist relativ kurz um damit vom Rücken eines Pferdes die Pfeile ins Ziel bringen zu können.
Bei den Angriffen der Hunnen auf Europa konnten die berittenen Bogenschützen fast nicht aufgehalten werden. Blitzschnell konnten Sie als Kavellerie den Feind angreifen und mit den starken Reiterbögen die Verteidiger niederstrecken. Der Reiterbogen hat nicht die selbe Kraft wie ein Langbogen (kann also keine Panzer durchschlagen) dennoch ist er eine ernstzunehmende Waffe. Die Einsatzschussweite betrug im Angriff max. 50 Meter, jedoch kann ein geübter Schütze mit einem Reiterbogen Ziele bis 100 Meter treffen. Die auf den Bogen abgestimmten Pfeile fleigen bis zu 1000 Meter weit...
Um vom Rücken eines Pferdes ein Ziel zu treffen bedarf es jahrelanger Übung und Erfahrung. In Ungarn, Deutschland und Österreich gibtes eigenen Schulen, in denen das Schiessen mit dem Reiterbogen gelehrt wird.
Reiterbögen von Kassai oder von Toth aus Ungarn sind wohl die bekanntesten Bogenbauer.
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