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Grenada


Die Fläche von Grenada beträgt 344 km². Das bedeutet, dass bei 89500 Einwohnern, 259 Einwohner/km² leben. Die Hauptstadt von Grenada heißt St. George´s. Als Staatsform ist Grenada eine konstitutionelle Monarchie. Gesprochen wird in Grenada vorwiegend Englisch, aber auch Patois. Das Bruttoinlandsprodukt beträgt 5000 US$ pro Einwohner. Die Währung von Grenada heißt Ostkaribischer Dollar (1 Ostkaribischer Dollar = 100 Cents).


Naturlandschaft


Die südlichen Grenadinen und die Hauptinsel von Grenada sind vulkanischen Ursprungs. Die höchste Erhebung, des bergigen Inselinneren von Grenada, ist der Mount Saint Catherine mit 840 m. Auf vulkanische Aktivitäten weisen zahlreiche Kraterseen, Schwefelquellen und Erdbeben hin.


Klima


In Grenada herrscht ein tropisches, wechselwarmes Klima, das durch die Passatwinde gemildert wird. Die durchschnittliche Temperatur in Grenada beträgt 27 Grad. An der Küste beträgt die Niederschlagsmenge 1500 mm, in den höheren Regionen bis zu 5000 mm. Der tropische Regenwald ist nur im Bergland von Grenada noch in seinem ursprünglichen Zustand erhalten. Verschiedene Reptilien, Nagetiere, Halbaffen und zahlreiche Vogelarten leben auf der Insel.


Bevölkerung


Die Bevölkerung von Grenada besteht zu 82 % aus Schwarzen, zu 13 % aus Mulatten, zu 3 % aus Inder und zu 1 % aus Weiße. Zum katholischen Glauben bekennen sich 53 % der Bevölkerung von Grenada und 14 % zum anglikanischen Glauben. Weiters gibt es Minderheiten von Adventisten (9 %) und Anhänger der Pfingstkirche (7 %). Bei 65 Jahren liegt die durchschnittliche Lebenserwartung der Menschen von Grenada. 9 % beträgt die Analphabetenrate. In den Städten der Insel leben 40 % der Bevölkerung.


Geschichte und Politik


Grenada wurde, nach der Entdeckung durch Kolumbus, von Franzosen besiedelt, die die einheimischen Indianer verdrängten und ihre Plantagen mit afrikanischen Sklaven bewirtschafteten. Von Großbritannien wurde Grenada im Jahre 1762 besetzt und blieb bis zu ihrer Unabhängigkeit im Jahre 1974 eine englische Kronkolonie. Maurice Bishop versuchte das Land zu reformieren. Diese Versuche endeten mit seiner Ermordung im Jahre 1983. Danach wurde Grenada von den USA besetzt. Die Verfassung von 1974 trat nach dem Abzug der US-Truppen mit einigen Änderungen wieder in Kraft. Direkt vom Volk werden 15 Mitglieder des Repräsentantenhauses gewählt. Der Generalgouverneur ernennt 13 andere. Das Wahlrecht bekommen die Bürger von Grenada mit dem 18. Lebensjahr.


Wirtschaft und Tourismus


Das Bruttoinlandsprodukt von Grenada betrug 2005 450 Millionen US-Dollar, wovon 10 % auf die Landwirtschaft, 19 % auf die Industrie und 71 % auf den Dienstleistungssektor entfielen. Maschinen, Konsumgüter, Lebensmittel und Rohstoffe werden nach Grenada importiert. Muskatnüsse (25 % der Weltproduktion), Kakao, tropische Früchte, Rum und Zucker werden ins Ausland exportiert. Zunehmend wichtiger wird der Tourismus.
Jährlich besuchen rund 300000 Auslandsgäste Grenada. Überwiegend handelt es sich dabei um Kreuzfahrttouristen. Zwischen Dezember und April ist die beste Reisezeit für einen Besuch in Grenada.


Verkehr


Das Straßennetz von Grenada erstreckt sich über eine Länge von 980 km und ist gut ausgebaut. Den internationalen Flughafen des Landes findet man in Point Saline.


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