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Antigua und Barbuda


Die Fläche von Antigua und Barbuda beträgt 442 km². Das bedeutet, dass bei 68722 Einwohnern, 151 Einwohner/km² leben. Die Hauptstadt von Antigua und Barbuda heißt St. John´s. Als Staatsform ist Antigua und Barbuda eine konstitutionelle Monarchie im Commonwealth. In 6 Bezirke und 2 Dependenzen gliedert sich das Verwaltungsgebiet von Antigua und Barbuda. Gesprochen wird in Antigua und Barbuda vorwiegend Englisch, aber auch Kreolen-Englisch. Das Bruttoinlandsprodukt beträgt 11000 US$ pro Einwohner. Die Währung von Antigua und Barbuda heißt Ostkaribischer Dollar (1 Ostkaribischer Dollar = 100 Cents).


Naturlandschaft


Die Inseln Antigua mit einer Fläche von 280 km², Barbuda mit einer Fläche von 161 km² und das unbewohnte Redonda mit einer Fläche von 1 km² bilden den kleine Staat im Karibischen Meer. Auf Korallenkalkaufschichtungen ruhen die kleinen Inseln von Antigua und Barbuda und weisen großflächige Verkarstungen auf. Im Südwesten Antiguas findet man die Sheerkerley Mountains, die vulkanischen Ursprungs sind. Fließende Gewässer gibt es in Antigua und Barbuda nicht.


Klima


In Antigua und Barbuda herrscht ein mildes tropisches Klima mit durchschnittlichen Temperaturen zwischen 23 und 28 Grad. Bei 900 mm liegt die mittlere Niederschlagsmenge. Schwarz- und Rotwild, verschiedene Echsen-, Schildkröten- und Vogelarten findet man in den Wäldern von Antigua und Barbuda.


Bevölkerung


Die Bevölkerung von Antigua und Barbuda besteht zu 94,4 % aus Schwarzen, zu 3,5 % aus Mulatten und zu 1,3 % aus Weißen. Die Bevölkerung bekennt sich mehrheitlich zum anglikanischen Glauben, daneben gibt es 14500 Katholiken. Bei 72 Jahren liegt die durchschnittliche Lebenserwartung der Menschen in Antigua und Barbuda. Bei 5 % liegt die Analphabetenrate. In den Städten leben 36,2 % der Bevölkerung von Antigua und Barbuda.


Geschichte und Politik


Die Ureinwohner von Antigua und Barbuda wurden als Sklaven in die Bergwerke anderer Kolonien durch die Spanier verschleppt. Von englischen Kolonisten wurde 1628 Barbuda und 1632 Antigua besiedelt. Engländer und Franzosen stritten sich im 17. und 18. Jahrhundert um die Inseln Antigua und Barbuda, die sich zu einem Zentrum des Sklavenhandels entwickelten. Antigua und Barbuda waren von 1871 bis 1956 britische Kolonie. Die USA errichteten im Land im zweiten Weltkrieg bis heute umstrittene Marine- und Luftwaffenstützpunkte. Der kleine Staat Antigua und Barbuda ist seit 1981 unabhängig. Alle fünf Jahre wird das Repräsentantenhaus gewählt. Ab dem 18. Lebensjahr erhalten die Bürger von Antigua und Barbuda das Wahlrecht.


Wirtschaft und Tourismus


Das Bruttoinlandsprodukt betrug 2005 830 Millionen US-Dollar, wovon 4 % auf die Landwirtschaft, 18 % auf die Industrie und 78 % auf den Dienstleistungssektor entfielen. In Antigua und Barbuda sind Landwirtschaft und Industrie kaum entwickelt. Der wichtigste Wirtschaftszweig ist der Tourismus. Fertigwaren, Rohstoffe und Lebensmittel werden ins Land eingeführt. Erdölprodukte, Baumwolle und Textilien werden ins Ausland exportiert.
Die weißen Strände von Antigua und die Riffe von Barbuda werden jährlich von etwa 200000 Auslandsgästen besucht. Hinzu kommen etwa 250000 Kreuzfahrttouristen. Von Dezember bis April ist die Hauptsaison für einen Besuch in Antigua und Barbuda.


Verkehr


Über 1000 km erstreckt sich das gut ausgebaute Straßennetz von Antigua und Barbuda. Den internationalen Flughafen des Landes findet man in Coolidge. Den Tiefseehafen von Antigua und Barbuda findet man in der Hauptstadt St. John´s.


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