Aequatorialguinea
Die Fläche von Äquatorialguinea beträgt 28051 km². Das bedeutet, dass bei 535000 Einwohnern, 18 Einwohner/km² leben. Die Hauptstadt von Äquatorialguinea heißt Malabo. Als Staatsform ist Äquatorialguinea eine Präsidialrepublik. In 7 Provinzen gliedert sich das Verwaltungsgebiet von Äquatorialguinea. Gesprochen wird in Äquatorialguinea vorwiegend Spanisch, aber auch Pidgin-Englisch und Bantu-Sprachen. Das Bruttoinlandsprodukt beträgt 4000 US$ pro Einwohner. Die Währung von Äquatorialguinea heißt CFA-Franc (1 CFA-Franc = 100 Centimes).
Naturlandschaft
Etwa 200 km nördlich des Äquators liegt Äquatorialguinea, was den Namen des Landes sehr irreführend macht. Aus einer Küstenebene und einer bis zu 1200 m hohen Region im Landesinneren besteht die Festlandprovinz Mbini. Die Inselprovinz Bioko im Golf von Guinea besteht aus der Insel Bioko und Pagalu, die sehr gebirgig sind.
Klima
In Äquatorialguinea herrscht ein tropisches Regenklima, das für mittlere Jahrestemperaturen von 25 Grad sorgt. Die Niederschlagsmenge beträgt 2000 mm, kann aber regional auch bis zu 4000 mm betragen. An der Küstenregion findet man Mangroven, landeinwärts tropischen Regenwald und in den höheren Regionen von Äquatorialguinea Savannen.
Bevölkerung
Die Bevölkerung von Äquatorialguinea besteht aus 80 % Bantu, 10 % Bubi und einer Minderheit von Mischlingen und Weißen. 99 % der Bevölkerung bekennen sich zum katholischen Glauben. Bei 50 Jahren liegt die durchschnittliche Lebenserwartung in Äquatorialguinea. 50 % beträgt die Analphabetenrate.
Geschichte und Politik
Die Herrschaft der Portugiesen begann 1472 und endete 1778 durch die Spanier. Die Spanier eroberten in der Mitte des 20. Jahrhunderts Bioko und vereinigten sich mit der Restlandsregion Río Muni. Francisco Macías Nguema regierte nach der Unabhängigkeit und brachte Terror und Unterdrückung über Äquatorialguinea. 1979 wurde er gestürzt und hingerichtet. Sein Neffe, Oberstleutnant Teodoro Obiang Nguema Mbasogo stellte liberale Reformen in Aussicht. Jedoch auch er bewies sich als machtbesessener Diktator. Erneut für sieben Jahre lies er sich 2002 im Amt bestätigen. Das Parlament wird laut der Verfassung von 1991 alle fünf Jahre, das Staatsoberhaupt alle sieben Jahre direkt vom Volk gewählt. Ab dem 21. Lebensjahr erhalten die Bürger von Äquatorialguinea das Wahlrecht.
Wirtschaft und Tourismus
Das Bruttoinlandsprodukt von Äquatorialguinea betrug 2005 4 Milliarden US-Dollar, wovon 6 % auf die Landwirtschaft, 90 % auf die Industrie und 4 % auf den Dienstleistungssektor entfielen. Etwa 90 % der Wirtschaftsleistung erbringt der Erdölexport, von dem Äquatorialguinea lebt. Die Vorkommen wurden 1990 entdeckt und erreichen 30 % Wachstum – das ist Weltrekord.
So gut wie nicht vorhanden ist in Äquatorialguinea eine touristische Infrastruktur. Von Dezember bis Februar ist die beste Reisezeit für einen Besuch im Land.
Verkehr
180 km umfasst das Straßennetz auf Bioko. 1500 km ist das Straßennetz auf dem Festland lang. Die Fahrbahnen sind allerdings auf dem Festland von Äquatorialguinea nicht ganzjährig befahrbar. Ein regelmäßiger Flug- und Schiffsverkehr besteht zwischen den Inseln. In Malabo und Bata befinden sich wichtige See- und Flughäfen.
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